Bibliothek Nemeton * Visionäre Literatur





Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land

Utopisch-visionärer Roman von Alexander A. Gronau



Hintergrundinformation zum Roman:
Inspiriert wurde ich zu meinem Roman “Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land“ in seinen ersten Motiven durch einen Theaterbesuch. In der ersten Szene betrat ein Mann mit einem Koffer ein Zimmer, den er sogleich auf einen Tisch legte und sich davorsetzte. Ab da folgte ich der Aufführung weniger als den inneren Bildern, die mir abrupt kamen. In meiner Vorstellung sah ich einen abgehetzten Mann mit einem Koffer den kahlen Raum eines heruntergekommenen Mietshauses betreten, aus dem er erregt einen Spiegel hervorholte, um sich in diesem wie einen Fremden zu fixieren. Mir war klar, daß er sich vor jemandem auf der Flucht befand: den Geheimbünden einer verbrecherischen Weltregierung.

Zu dem unterirdischen Synchrotring meines Romans, der die totale Technisierung der Welt - als eine Art Nachfahr des Nibelungenringes - vorantreibt, gibt es ein reales Vorbild, wenn jener auch nicht wie in meiner Geschichte den gesamten Erdball durchzieht. Er durchgründet bei Zürich dreißig Kilometer weit das Erdinnere und benötigt dabei ein halbes Prozent des schweizerischen Stromverbrauchs. Als ich an meiner Geschichte 2001 zu schreiben begann, war längstens ein viel größerer Synchrotring geplant, der sodann etwa einen Prozentsatz des Energieverbrauches der Erde für sich in Anspruch nehmen würde. Dieser mehrere Milliarden schwere Ring wurde nun im Spätherbst 2008 in Cern bei Genf fertiggestellt, trotz der Proteste einiger Wissenschaftler, die befürchten, daß durch seine enorme Energieerzeugung winzige Schwarze Löcher entstehen könnten, die im Verlauf von Jahren oder Jahrhunderten unsere Erde auffressen. Da die Betreiber dies für unwahrscheinlich halten, auch wenn niemand über genügend Wissen verfügt, um die Gefahr fundiert ausschließen zu können, wurde der Ring zur Teilchenbeschleunigung in Gang gesetzt, und nach wenigen Wochen wegen schwerer Störfälle bereits wieder monatelang abgeschaltet. Man will in ihm tatsächlich einen Mini-Urknall erzeugen, und tut dies vermutlich bereits unter der nicht einschätzbaren Gefahr für unseren Planeten. -Diese Fakten brachten mich also auf meine Fiktion eines die gesamte Welt durchziehenden Ringes, der ein aussagestarkes Sinnbild für den grenzenlosen Technisierungswillen oder -wahn unserer Gegenwart ist, dem mitunter alles Leben geopfert wird.

Das Motiv des Ringes ist für diesen Zweck ohnedies besonders geeignet. Als ich in der germanischen Mythologie über die Bedeutung des Ringes las, in der es heißt, daß der Ring durch seine in sich selbst mündende, geschlossene Form zum Träger des Seelischen wie Stofflichen wird, da er beides binden kann, schloß sich das Bild meiner Geschichte. Der künstliche, unterirdische Ring hat demnach die Macht, die in ihm eingeschlossen kreisenden Naturkräfte umzulenken. Aus diesem Synchrotring speist sich in meinem Roman das die Erdoberfläche engmaschig überziehende Strom- und Maschinengestellnetz. Jeder menschliche Wille scheint darin bereits eingebunden, es gibt kaum noch eine davon unabhängige Existenz; selbst die Nomaden in der mongolischen Steppe sind in Form der “Glasbilder“ davon abhängig. All dies geschieht in meinem Roman vor dem Hintergrund einer Erde, die aufgrund der Klimakatastrophe an ihren dicht bevölkerten Küsten vermehrt unter Meeresfluten gerät.

Foto: Eberhard Gronau
Meine Hauptfigur, die sich vor den verbrecherischen Banden des weltweit um Rohstoffe kriegführenden Hegemon auf der Flucht befindet, ist zu anfang der Geschichte noch ein sich selbst Fremder. Er soll darin ein Symbol für uns Europäer sein, die wir unsere kulturellen Ursprünge nicht kennen. Die Weltentfremdung kann aber durch das Auffinden einer Grünen Aue als eine seelische Landschaft aufgehoben werden, so vermittelt es ihm in einem stillgelegten Fabrikbegäude, in das er geflohen ist, ein älterer Weiser. So macht er sich als ein Verfolgter auf die weite, beschwerliche Suche nach diesem Grünen Land.

In der unterirdisch inmitten einer Großstadt gelegenen Grotte stößt er späterhin auf eine außergewöhnliche, reichgelockte Frau, die ihm von der keltischen Legende des grünen Weges erzählt; diese in sich zu tragen, könne ihn an den ersehnten Ort führen. Doch seine Reise wird weit, und im Zustand der geistigen Verstörtheit und körperlichen Erschöpfung greift ihn in unmittelbarer Nähe zum ganze Landschaften auszehrenden Weltenring ein Bergvolk auf, deren Heilerin ihn in eine Art Tranceschlaf überführt, in dem er sich als ein keltischer Fiannakrieger und Geliebter der hochstirnigen Fürstin erfährt. Einst hatte er die Sieben Quellen ihres Grünen Landes geschirmt, welche die fruchtbare Grüne Aue speisten. Ein Tempel war dort der Hort jener priesterinnengleichen Fürstin, die allen als Vertreterin der Göttin Alesia galt; als Zeichen ihrer Weisheit trug sie einen bronzenen Torques mit Rabenköpfen um ihren blaß-schlanken Hals. Er durchlebt noch einmal seinen vergeblichen Kampf das Grüne Land der Sieben Quellen - und damit den Schoß der Göttin wie den seiner Geliebten - gegen die einfallenden Römer zu hüten. Der Schmerz, schon einmal versagt zu haben, scheint ihn beim Erwachen zu überwältigen und wird doch Teil seiner Heilung sein. Zunächst aber geht die Odyssee weiter, vorbei am Aralsee, der als Kühlwasser für den Weltenring versickert, und in das reich bewaldete doch radioakiv verstrahlte Estland, wo er in einem geheimen Unterschlupf überraschend auf die Zwillingsschwester der reichgelockten Frau aus der Grotte der Elbestadt und auf Balthasars Sohn Balder stößt.

Eine der Hauptbotschaften des Buches ist sicherlich, daß wir in unserer Zivilisation die abendländisch, monotheistische Prägung der künstlichen Gegensätzlichkeit von Kultur und Natur überwinden müssen, um als Menschen überleben zu können, eine andere, daß es für keinen Menschen noch seelisches Heil geben kann, wenn es nicht einmal mehr einen einzigen heilen Ort in der Natur, auf unsere Erde gibt; es ist von Bedeutung den Zusammenhang zwischen menschlicher Innenwelt und nichtmenschlicher Außenwelt zu begreifen; wir sollten mythisches Denken und Weltempfinden als eine tiefpoetische Ebene der Wirklichkeit in uns zulassen, sie erspüren, wie mein Romanheld auf seiner Suche nach der Grünen Aue. Alexander A. Gronau


Pressestimmen:

Nürnberger Zeitung: "In Alexander Gronaus neuem Roman „Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land“ sucht ein „Fremder“ nach einer heilen, grünen Aue, die dem zersplitterten, entfremdeten Ich Einheit mit sich und der wahren Wirklichkeit verheißt... Immer wieder muß er sich aber dem Einfluß eines künstlichen „Weltenrings“ entziehen, der mit unheilvoller Energie mehr und mehr Landstriche und Völker blindem Technisierungswahn unterwirft. Dass der Autor Bilder und Geschehnisse imaginiert, in denen sich heutige Außen- und Innenwelten in einer dritten „eigentlichen“ Wirklichkeit zu spiegeln scheinen, macht seine Stärke aus..."

Kulturmagazin Doppelpunkt: "In phantasievollen Erzählpassagen beweist der Autor seine visionäre Sprachgewalt. In seiner eigenen Mischung aus Poetik, phantastischer Literatur, Mythen und Zeitkritik findet der Autor bestimmt viele Fans abseits des Mainstreams."

Fantasia Magazin: "Alexander A. Gronau hat einen einzigartig vielschichtigen Roman und zugleich einen Mythos für unsere Zeit geschaffen. Die Erzählpassagen sind durchweg beeindruckend. Der Roman entfaltet auf höchstem literarischen Niveau einen Ideenreichtum, der seinesgleichen sucht. Mir ist kein deutschsprachiger Autor der Gegenwartsliteratur bekannt, der eine anspruchsvollere, vielschichtigere und zugleich spannendere Phantastik bietet als Gronau. Nicht oft gibt es eine solche Genialität zu entdecken!


Leserstimme:

"Der Weltenring“ ist gestern angekommen. Ich habe auch in Ihre Homepage geschaut – da sind mir fast die Tränen gekommen, dass sich heutzutage noch jemand die Zeit für die Herstellung von solch prächtigen Büchern nimmt,... – meine Hochachtung! In der Phantastik- und auch SF-Szene vermisse ich eine Botschaft. Wo man hinschaut nur Kommerz, gepaart mit Seelenlosigkeit. Ich bin zwar manchmal auch ganz gerne Pessimist, aber gerade in der heutigen, fast in jeder Hinsicht trübseligen Zeit tut jeder optimistische Prophet (egal auf welchem Gebiet) gut. Und Sie haben das ganz wunderbar mit „..welche andere Literaturgattung kann imposanter die Grenzen des bestehenden Weltbildes aufbrechen und Neues an den Horizont schreiben“ ausgedrückt. Meinen Dank für die persönliche Widmung! Und wie beim Essen, auch da hebe ich mir das Beste oft bis zum Schluß auf: Ihr Schreibstil !!! Da bleibt mir wirklich die Spucke weg. Den kann ich nun wirklich nicht beschreiben – der ist eine Klasse für sich. Die Themenvielfalt und deren Vermischung ist beeindruckend. Ich bin sehr gespannt auf den Fortgang der Geschichte."


Leserstimme:

Ich fand Ihr Buch "Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land" sehr stark. Besonders bemerkenswert fand ich, daß in ihm mythische Bezüge eine Rolle spielen, um unsere heutige Realität zu beschreiben und sie besser zu verstehen. Das finde ich nicht nur legitim, sondern geradezu wichtig für unsere Zeit. Zum Beispiel fand ich den in Ihrer Erzählung gebrachten Zusammenhang einer Aue mit den Augen, sehr faszinierend. Oder daß der Traum der innere Raum des Menschen ist. Woher wissen Sie das nur alles?


Leserstimme:
Es ist seit langem die erste literarisch anspruchsvolle Phantastik, die ich gelesen habe. Eigentlich das seltenste Genre, daß zumindest in Deutschland seit Jahrzehnten total ausgestorben ist, von keinem deutschen Verlag verlegt wird. Ich kenne da zumindest nichts. Ich fürchte, man kann da bis Kafka zurückgehen. Man wird nur noch mit billiger Fantasy überschwemmt. Daß Sie sich der litararisch anspruchsvollen Phantastik verschrieben haben, finde ich gut. Aber eigentlich wird man Ihnen damit auch nicht ganz gerecht, da sie irgendwie etwas verstörend Neues machen. Sie verfügen über eine sehr lebendige Sprache. Sie nennen es visionäre Litartur. Ich finde es wichtig, daß endlich mal ein deutscher Autor etwas Neues wagt.


Leserstimme:
Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land“ ist ein beeindruckendes Buch. Es ist wunderschön geschrieben und hat immer wieder malerische Bilder. Wie zum Beispiel den Weltenring selbst, der die ganze Erde durchzieht, oder auch Balthasars Gesicht, das immer im Schatten bleibt. Es hat faszinierende Naturbeschreibungen, in denen man als Leser tief schwelgen kann. Selten habe ich eine so intensiv erzählte Geschichte gelesen, in der man der Gefühlswelt der Figuren so nahe kommt.
Ich empfinde dieses Buch als sehr poetisch und philosophisch. Es macht Schichten von einem selbst auf, die sehr wichtig sind. Die Geschichte zeigt, wie wichtig die Unversehrtheit der Welt ist, wenn wir als Menschen seelisch gesund bleiben wollen. Sie zeigt die Gefährdung des Menschen, sich in der Technik zu verlieren. Die Suche nach der Grünen Aue bringt Licht und Hoffnung in die Handlung einer von künstlichen Gestängen durchstellten Welt. Dabei finde ich die Schönheit der Sprache, und daß sie einen derart anschaulich und bildhaft die Szenen vor Augen führt einzigartig. Es entstehen beim Lesen immer sehr klare Bilder in einem selbst. Der Autor findet immer wieder unglaublich faszinierende innere Bilder für den Zustand unserer Welt, die sehr eindringlich wirken. Er verfügt über ein schier unerschöpfliches Reservoir an Ideen. Ich kann das Buch unbedingt allen empfehlen, die etwas Spannendes und Poetisches mit viel außergewöhnlichem Inhalt lesen möchten!


Senden Sie mir Ihre Leserstimme: leserpost@bibliotheknemeton.de




Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land

von Alexander A. Gronau

Utopischer Roman, mit Karte und einer Bild-Tafel versehen, textlich erweiterte 2. Auflage, ca. 230 Seiten.

Buch im Großformat, mit rotgoldenem Kopfschnitt manufakturgefertigt,
vom Autor signiert; 24,95 Eur. Alle Rechte vorbehalten.


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