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Aufruf zum Wandel des fehlgehenden Bewußtseins der Menschheit
( Warum der Monotheismus mit seinen Strukturen
eine Hauptverantwortung für die globalen Krisen trägt )
Angesichts des maßlosen Raubbaus an unserem Planeten und all der gigantischen Natur-Katastrophen, die auf die Menschheit eigenverursacht zukommen, ist es eine geleugnete Tatsache, daß etwas Grundlegendes mit dem menschlichen Weltbild fehlgeht. Eine Spezies, die wissentlich den eigenen Lebensraum, den einzigen belebten Planeten im heimischen Sonnensystem zerstört, kann nicht anderns als verhaltensgestört genannt werden. Und dieses falsche Bewußtsein wurde großteils von den heutigen, sogenannten Weltreligionen verursacht. Ein rücksichtsloser Kapitalismus und Ausbeuterstrukturen allerorten sind nur ein Resultat dessen.
Alle monotheistischen Religionen haben die Verantwortung dafür, daß der Mensch nurmehr ein ausbeuterisches Verhältnis zur Erde hat. Sie vernichteten in der Geschichte gezielt naturreligiöse Kulturen. Nicht von ungefähr wird in der Bibel und im Koran zur Mordtat an Heiden aufgerufen. "Ihr sollt keinen Heiden leben lassen!", schallt es uns aus diesen angeblich so heiligen Schriften hetzerisch entgegen. Daß es nur einen Gott gäbe, behauptet Bibel, Koran und Talmud. Es ist Monotheisten und Atheisten das einzig bekannte religiöse Weltbild. Doch ist dieses Modell eine sehr junge menschliche Erfindung. Dem Menschen der Antike war es selbstverständlich, daß es viele Götter gibt, da diese (als Verkörperung) der Naturkräfte die Welt bewirken, worauf kulturgeschichtlich die Demokratieidee fußt. Auch sind jene Götter die Archetypen der Menschheit. Der Gott der Bibel, des Talmud und des Koran fordert Alleinherrschaft und schuf damit verheerende Alleinherrschaftsansprüche unter den Menschen. Die Kirche verknechtete im Mittelalter über 90 Prozent der europäischen Bevölkerung im eigens erfundenen Feudalwesen zu Leibeigenen. Die ewig verunglimpften Germanen, die in erster Linie Bauern waren, lebten hingegen in demokratischen Gesellschaftsformen ohne jegliche Befehlsgewalt und verehrten ihre Frauen und Dichter als heilig.
Dieser von Menschen erst vor wenigen Tausend Jahren erfundene Eine Gott mordet im Übrigen laut Bibel massenhaft für seine Ziele. Der Gott der Christen ist laut Bibel ein Massenmörder. Allein nach dem Alten Testament tötete er über 2 Millionen Menschen, die Sintflut nicht einberechnet. Die Pfarrer auf den Kirchenkanzeln verschweigen dies und reden den Menschen gerne vom Lieben Gott, der in der Bibel überhaupt nicht existent ist. Der Gott der Monotheisten rennt hingegen mit blutendem Schwert durch das Alte Testament und meuchelt mit dem biblischen Ausspruch: "Mein Schwert will Fleisch fressen!" mit Vorliebe Völker, die polytheistisch sind, wie es der Mensch seit Anbeginn seiner Bewußtwerdung auf diesem Planten war. Oder dieser Eine Gott namens Jahwe richtet hin, da jemand den unverzeihlichen Frevel beging am Sabbat Holz zu sammeln.
Die Verbrechen an den indigenen Kulturen der Erde ist ein bis heute verschwiegener Massenvölkermord, der bereits in der Bibel verherrlicht wird. Der Begriff Heide meint den Anhänger einer Naturreligion, welche sich grundsätzlich darin auszeichnen die Erde als Göttin zu verehren. Die ersten christlichen Missionare Europas fällten - begleitet von Armeen - die heiligen Weltenbäume der Kelten, Germanen und Slawen. Kulturgeschichtlich stellt dies in Europa den Beginn der Natur- und Welt-Vernichtung dar. Die ersten Päpste verboten den indigenen Menschen Europas als zwangschristianisierte Germanen, Kelten und Slawen das Beten zu Bäumen, Quellen und Steinen unter Todesstrafe. (Siehe Anhang unten.) So ist es kein Wunder, daß die heutige Menschheit nicht mehr fähig ist einen Bezug zur Erde als lebendigen Organismus, zur Natur an sich zu empfinden. Es ist ihr ausgetrieben worden.
Stattdessen setzte der Monotheismus mittels etlicher Kriege annähernd weltweit den irrigen Glauben eines einzigen männlichen Schöpfergottes in die Welt, der sozusagen aus seiner Rippe das Weibliche schuf. Dies ist ein kompletter Unsinn, da im Kosmos von Anbeginn weibliche und männliche Aspekte zusammenwirken (Dualismus) und auf der Erde das Leben erzeugen. Laut Bibel, Koran und Talmud ist das weibliche Prinzip als eine Art Abfallprodukt aus dem schöpferischen männlichen hervorgegangen. Ein naiv überlebensgroß gedachter, rein männlicher Gott bastelte sich das Weibliche zurecht und wies der Frau durch den erfundenen Sündenfall auch noch Tod und Verderben für die Menschheit zu. Dies ist alles nicht nur unerträglich pathologisch, es widerspricht auch der Biologie, die heute weiß, daß das Weibliche Prinzip sich im Mutterleib zuerst herausbildet. Dem Monotheismus geht es hier um nichts anderes als um die Herabsetzung der Frau, was ihm leider auch gelungen ist. So verhüllt nicht nur die katholische Nonne ihr Frausein als sündhaft und darf nicht einmal Gottesdienste ausführen, sondern auch die islamische Frau geht als entmündigter Mensch in Ganzkörperverhüllung und Sehschlitz hinter dem Mann her. Es paßt ins Bild, daß katholische Priester anhand ihres widernatürlichen Zöllibats eine verkümmerte Sexualität kultivieren, die sie zu unreifen, unerwachsenen Existenzen macht, was erschreckend oft im Kindsmißbraucht mündet.
Die Sonne dreht sich nicht um die Erde. Diese ist nicht flach wie eine Scheibe und auch nicht erst wenige Tausend Jahre alt. Zudem gibt es auch nicht nur eine Sonne, sondern unzählige, es gibt auch nicht nur eine Galaxie, sondern unüberschaubar viele, und laut neuer Kosmologie gibt es auch nicht nur ein Universum, sondern viele. (Warum sollte es da nur Einen Gott geben, wenn das Prinzip der Welt, in der wir leben, stets die Vielfalt ist? Nur diese macht Leben überhaupt erst möglich!) Alle kosmologischen Tatsachen widersprechen sämtlichen monotheistischen Religionen! Diese Religionen müssen daher fehlgehende Auswirkungen auf das Bewußtsein des Menschen haben. Allein die Vorstellung eines übergroßen, allzu menschenähnlichen Gottes, der außerhalb aller Schöpfung steht und die Welt aus Lehm bastelte, ist unzeitgemäß naiv. In der ältesten Religion der Menschheit, dem naturreligiösen Schamanismus, wußten die Menschen bereits, daß das Universum sich aus sich selbst heraus entwickelt, und erlebte dessen Kräfte in Trancezuständen personifiziert als die im Kosmos durch Zusammenwirkung lebenerzeugenden Götter. Auch die Kelten lehrten, daß die heilige Dimension nicht im Außen aller Existenz, in einem allem Irdischen enthobenen "Himmel" liegt, sondern im Inneren der Dinge. Die Wikinger wußten nachweislich, daß die Erde rund ist. Doch Monotheisten sind sozusagen Meister darin, über viele Generationen hinweg Wahrheiten aus den Menschen herauszuprügeln und auf ihre falschen Dogmen umzuprogrammieren, bis sie erfolgreich verdummt sind. Die Katholiken haben hierfür die Inquisition erfunden.
Was die monotheistischen Religionen der Menschheit mit ihrer Erfindung des Schreckensreiches der Hölle (also die Verdammung des Inneren der Dinge und der Erde), der Erfindung des Teufels, der bösen Dämonen, der Frau als sündige Verführerin einer zur behaupteten Unreinheit mißgestalteten Sexualität, was sie mit all diesem pathologisch kranken Aberglauben der Menschheit angetan haben, kann ich hier nur in den Raum stellen. All die Frauenverachtung, die aus der monotheistischen Ideologie hervorging und die Frau auch in unserem Kulturraum bis vor einem knappen halben Jahrhundert vollständig verknechtete, ist unerträglich. Es hat nahezu weltweit ein gesundes Geschlechterverhältnis nachhaltig zerstört. Den ersten Europäern, die sogenannten Cro-Magnon, die all jene beeindruckenden Felsenmalereien der geistig unterschätzten Steinzeit hervorbrachten, war die Frau ganz natürlich heilig, denn sie brachte aus ihrem Schoß das Leben zur Welt, so wie die verehrte Erdgöttin alles Leben durch die Höhlen der Welt aus ihrem Schoß gebar. Noch den Germanen und Kelten waren bei uns in Europa die Frauen heilig, denn sie haben das Geheimnis des Lebengebärens, und damit eine besondere Kraft inne. Die christliche Kirche verdammte die Frau im Mittelalter - was zu wenige wissen - zu einem seelenlosen Wesen, wie Tiere und Bäume, und verdammte die als Heilerinnen wirkenden Seherinnen der Germanen und Kelten zu Hexen und machten die Geburtshöhlen zu teufelsbewohnten Höllen. Die altüberlieferten Plätze der europäischen Götter wurden plötzlich zu Teufelssteinen, Teufelsgrotten und Teufelsmooren. Angst verstellt seitdem das Bewußtsein.
Im Grunde wäre es das Natürlichste in Zeiten bedrohlicher Naturzerstörung sich des naturreligiösen Erbes der Menschheit zu erinnern, um dem offensichtlichen Bewußtseinsmangel des modernen Menschen zu begegenen. Der Mensch muß die verleugnete Tatsache verinnerlichen, daß ihm mit seinen Bank-Imperien die Erde nicht gehört, sondern er der Erde zugehörig ist. Doch findet auch hier eine Erkenntnis-Verweigerung statt zugunsten des Festhaltens an eingefahrenen Denkstrukturen, die zu einem beträchtlichen Teil vom Monotheismus geprägt sind. Diese Reflektionsverweigerung kostet der Menschheit möglicherweise ihr Überleben auf diesem ohne Unterlaß von ihr geschändeten Planeten.
Weltweit wird die Erde ohne Maß ausgebeutet. Im Islam werden bis heute Millionen Frauen durch Beschneidungen verstümmelt, mit zugenähtem Geschlecht zwangsverheiratet, gesteinigt und in Burkas eingesperrt, da sie für unrein und sündhaft gelten. Im christianisierten Schwarzafrika werden homosexuelle Menschen mit Berufung auf Gottes Willlen und die Bibel zum Tode verurteilt. Dies ist alles nicht hinnehmbar. Zudem lehren die monotheistischen Religionen immer noch (nicht zuletzt der Deutsche Papst in Rom), daß ein Teufel im Inneren der Erde wohne. All dies ist geisteskrank und prägt den Umgang mit dem Leben destruktiv.
Die berühmte Bibliothek von Alexandria wurde seinerzeit von christlichen Sekten verbrannt, um aus fundamentalistischem Wahn heraus das Wissen der antiken Menschheit zu zerstören. Der monotheistische Absolutheitsanspruch war im Laufe der Geschichte immer wieder verhängnisvoll. Nie aufgearbeitet wurden die Schrecknisse der Inquisition. (Über Jahrhunderte hinweg hat die Kirche in Europa folgenschwer Menschen verbrannt, weil sie Heiden, Andersdenkende, Naturwissenschaftler oder Ärzte waren.)
Der Monotheismus, der ihm widersprechende Weltbilder jahrtausendelang gezielt vernichtete, führte zwangsläufig zu einer Verdummung der Menschheit, da aus reinem Fanatismus nur die eigene Religion als gültig betrachtet wird. Die Aufklärung setzte sich gegen die Gewaltherrschaft des Klerus in Europa durch, befreite das Denken, sorgte endlich wieder für grundlegende Menschenrechte, die immer gegen die Kirchen durchgesetzt werden mußten. Die Folge war die Trennung von Staat und Kirche. Doch heute, da die Gewaltherrschaft der Kirche im Mittelalter und der Neuzeit vergessen und in den von Bertelsmann beherrschten Medien nicht reflektiert werden, können unzählige Missionare bei indigenen Kulturen zwangsmissionieren und unsagbar wertvolle Welterfahrungen und Weltvorstellungen der Menschheit unwiederbringlich vernichten.
Glaubensvielfalt ist für den Menschen so überlebenswichtig wie die Artenvielfalt für die Natur. Vielfalt ist ein Überlebensprinzip. Denn das eine System kann die Schwächen und blinden Bereiche eines anderen Systems ausgleichen. Aber Vielfalt untersagt der Monotheismus aus sich heraus. Kulturen, die in der Welt viele Götter walten sehen, wurden vernichtet und bis heute diffamiert. Kulturen, die die Erde als Göttin begreifen und mit ihrer Welt einen gänzlich anderen Umgang pflegten als wir heute, wurden ausgerottet, obgleich die Wahrnehmung der Erde als lebenwirkende Göttin die älteste der Menschheit ist.
Die monotheistischen Religionen, die allesamt die Frau als unrein diffamieren, werden heute nicht mehr ausgeglichen durch beispielsweise die Religionen des indigenen Europa. Und auch auf die Aborigines oder die Indianer hört niemand. Sie sind in ihrem eigenen Land unterdrückte, vom Rassismus beschwerte Völker. Oftmals müssen sie auf Land leben, das Atomkonzerne ihnen verseucht haben.
Daß so viele Frauen aus dem muslimischen Kulturkreis mit Kopftuch oder gar im Ganzkörper-gefängnis Burka im Straßenbild zu sehen sind, hat unbestreitbar damit zu tun, daß sie im Wahn der Unreinheit ihres Geschlechtes sozialisiert werden. Es ist eine unzumutbare Menschenverachtung. Und so wie man überall die Frau schändet, so wird die Erde geschändet. Daß lebenbringende weibliche Prinzip wird von allen monotheistischen Religionen nicht wertgeschätzt, sondern als minderwertig verachtet. Auch im Katholizismus darf keine Frau die heiligen Hostien berühren. Und bei den Buddhisten gilt die Frau ebenso als ein minderwertiger Mensch, der niemals Erleuchtung finden kann, sondern es zunächst einmal erreichen muß als Mann wiedergeboren zu werden. All diese Weltreligionen haben sich überlebt. Sie versagen nicht nur gegenüber den gegenwärtigen Problemen der Menschheit, sondern haben diese zu einem beträchtlichen Teil verursacht.
Es ist auch eine unreflektierte Tatsache, daß die despotischen Alleinherrscher in der arabischen Welt in Bezug zum Alleinherrscher ihrer monotheistischen Religion stehen, die diese patriarchalen Herrscherstrukturen - genauso wie im christlichen Mittelalter - vorgibt. Bei Indianern und Aborigenes wird die Erde als Mutter hoch verehrt. Und bei den indigenen Kelten, Slawen und Germanen wurden die heiligen Hostien ihrer Kultur meistens von Frauen übergeben, sie erst weihten häufig den Mann ein. Da aber alle indigenen Religionen beinah weltweit vom Monotheismus zerstört wurden, gibt es hier keinen Ausgleich mehr. Dies könnte die Menschheit - ohne daß jene es je aus ihrem uneingestandenen religiösen Fundamentalismus heraus reflektieren will - den Untergang bringen.
Es stimmt vieles mit dem Weltbild der Menschheit nicht. Die verheerenden Naturzerstörungen, die unzähligen Regime, die weltweite Massenarmut, haben zumeist die genannten kulturgeschichtlichen Gründe, die nicht angegangen werden. Die Verdrängerstrukturen der heutigen Menschheit lassen diese Fukushima bereits nach wenigen Tagen vergessen, obgleich es in Nordjapan noch eine Million Jahre lang ungebrochen weiterstrahlen wird. Um diese Jahrmillionen greift das vorherrschende menschliche Bewußtsein zu kurz! Ich habe mich als Schriftsteller all diesen verdrängten Themen verschrieben, da es dem Dichter um das Seelische geht, auch wenn die meisten Menschen heute glauben, ein Schriftsteller sei ein banaler Unterhalter, der einzig der eigenen Feierabendentspannung dient. Nichts kann mehr fehlgehen.
Das selbe Denken, das zu unseren gegenwärtigen Problemen führte, wird diese nicht lösen können. Es braucht eine Erweiterung des Denkens. Hierzu müssen auch die dogmatischen Denkstrukturen des Monotheismus vollständig geöffnet werden. Ich widme mich dieser Entgrenzung, obwohl Freidenker zu keiner Zeit erwünscht, zugleich aber zu jeder Zeit unschätzbar wichtig waren. Die unbequemen Wahrheiten gehören oft zu den wichtigsten. Und eine von ihnen lautet: Wenn unsere Zivilisation nicht von dem Irrglauben abrückt, die Kultur habe sich in der Überwindung der Natur herausgebildet, und im Zuge dessen alle naturbezogenen Kulturen der Menschheitsgeschichte als unbedeutend abtut, wird sie keine Zukunft mehr haben. Der Europäer muß sein immer noch römisch und biblisch geprägtes Weltbild überwinden, das da heißt, Unterwerfe dir die Natur zu einem Sklaven. Die Göttin Europa verkörpert etwas anderes.
Daß die meisten Menschen heute die Erde als toten, auszubeutenden Menschenbesitz betrachten, ist ein verheerendes Erbe der monotheistischen Religionen. Die Menschheit wußte einmal die Erde als weiblichen, lebendigen Organismus, als die Göttin des Lebens, zu betrachten. Und dies ist ein stimmiges Sinnbild. Die Erde ist eine lebengebärdende Eizelle im Kosmos, verletzlich und vom Menschen zu hüten. Sie selbst bringt das Leben hervor, sie evoluziert es mit Hilfe der kosmischen Kraft der Sonne. (Auch hierfür ist die in alten Mythen geschilderte, lebenschaffende Liebe zwischen der Erdgöttin und dem Sonnengott ein stimmiges Sinnbild. )
Als Poet habe ich in meinem Roman "Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land" das tief gestörte Verhältnis des Menschen zur Welt meines Wissens als erster Dichter "imaginär" geheilt. Es ist das wichtigste Thema unserer Zeit, auch wenn dies wohl kaum begriffen wird, da dem heutigen Menschen die Unversehrtheit der Welt als Eigenwert komplett fremd ist. Er weiß nicht, daß der Aufruf: "Macht euch die Erde Untertan!" der Auftakt der Zerstörung von allem war, und er weiß zudem nicht, daß, wenn es in der Welt keinen einzigen vollständig heilen Ort mehr gibt - wie dies strenggenommen längstens der Fall ist - auch im Menschen kein heiler Ort mehr existieren kann. Vielmehr sind bereits die ersten Zonen der Erde - wie Tschernobyl und Nordjapan - als Orte des Lebens für immer zerstört.
Um das bedrohlich eingefahrene Weltbild der Menschen aufzubrechen, in andere Ebenen hinein zu eröffnen, gibt es meine Visionäre Literatur, die die Vorstellungskraft der Menschen bereichern will; denn aus unseren Vorstellungswelten kreieren wir unsere Wirklichkeit. Je ärmlicher unserer Vorstellungen sind, um so öder ist die Realität, in der wir als Menschen leben, und umso wüster wird die Erde. In die Weite drängt und will der Blick!
Mit besten Grüßen,
Alexander A. Gronau
Verfaßt im September 2011
Die gewaltsame Zwangschristianisierung des europäischen Kontinentes in historischen Fakten
Die folgende Auflistung grausamer christlicher Verbrechen gegen Heiden im Römischen Reich widerlegt das Vorurteil, das von den Kirchen immer wieder geäußert wird: nämlich, daß sich das Heidentum "überlebt", die religiösen Bedürfnisse der Menschen nicht mehr befriedigt und im Volk keinen Rückhalt mehr gehabt hätte. Alle europäischen Völker hätten sich von ihren Göttern abgewandt und begierig nach der neuen Lehre gegriffen, die von Rom zwangsverordnet wurde.
Die immer wieder ausgeweiteten kaiserlichen Edikte gegen heidnische (also europäische) Religionsausübung, all die angeordneten Tempelzerstörungen und blutrünstigen Verfolgungen über Jahrhunderte hinweg, beweisen das Gegenteil. Sie zeigen auf, daß die Einführung des Christentums ein politisches Diktat der imperialen Machthaber Roms gegen den Willen und Widerstand der Urbevölkerung Europas war, die trotz aller Verbote, Zerstörungen und Massenmorde an Abertausenden Menschen lange Zeit beharrlich an ihren Göttern festhielt, bis ihnen alles vergessen gemacht worden war. Das Heidentum Europas ist nicht einfach ausgestorben, es wurde vom katholisch gewordenen Rom zum eigenen Machtausbau brutal ausgerottet.
Auszug 4. Jahrhundert:
324 / Kaiser Konstantin erklärt das Christentum zur einzigen offiziellen Religion des Römischen Reiches. In Dydima, Kleinasien, läßt er das Orakel Apollons schließen und die heidnischen Priester zu Tode foltern. Er vertreibt außerdem alle Heiden vom Berg Athos und zerstört dort alle hellenischen Tempel.
326 / Kaiser Konstantin zerstört auf Anweisung seiner Mutter den Tempel des Asklepios in Aigeai, Kilikien, und zahlreiche Tempel der Aphrodite in Jerusalem, Aphaka, Mambra, Phönizien, Baalbek usw.
330 / Kaiser Konstantin raubt die Schätze und Statuen der heidnischen Tempel Griechenlands, um damit seine neue Hauptstadt Nova Roma (Konstantinopel) zu schmücken.
335 / Kaiser Konstantin läßt zahlreiche heidnische Tempel in Kleinasien und Palästina schließen und ordnet die Hinrichtung durch Kreuzigung für "alle Magier und Wahrsager" an. Märtyrertod des neoplatonischen Philosophen Sopatros.
341 / Kaiser Flavius Julius Constantius verfolgt "alle Wahrsager und die Hellenisten." Zahlreiche heidnische Hellenen werden verhaftet und hingerichtet.
346 / Neuerliche großangelegte Verfolgungen gegen die Heiden in Konstantinopel. Verbannung des berühmten Redners Libanios als "Magier".
353 / Ein Edikt des Constantius ordnet die Todesstrafe für alle Arten von religiöser Verehrung durch sogenannte "Idole" an.
354 / Ein neuerliches Edikt ordnet die Schließung aller heidnischen Tempel an. Manche von ihnen werden entweiht und in Bordelle oder Spielhallen umgewandelt. Massenhinrichtungen heidnischer Priester finden statt.
354 / Ein weiteres Edikt des Constantius befiehlt die Zerstörung heidnischer Tempel und die Hinrichtung aller sogenannter "Götzenanbeter". Erstmals werden in verschiedenen Städten des Reiches Bibliotheken niedergebrannt. Die ersten Kalkwerke werden in der Nähe der geschlossenen heidnischen Tempel eingerichtet. Ein Großteil der heiligen Bauwerke des Heidentums wird zu Kalk verarbeitet.
357 / Constantius stellt alle Methoden der Weissagung (ausgenommen Astrologie) unter Strafe.
359 / In Skythopolis, Syrien, organisieren die Christen die ersten Todeslager zur Folterung und Hinrichtung der inhaftierten Heiden aus dem ganzen Reich.
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